Wie man ein 100 Jahre altes Haus auf den Stand eines Neubaus bringen kann, haben die Studenten Leif Lennart Feldmann und Nils Thesing in ihrer Abschlusspräsentation gezeigt. Durch ihre geplanten Sanierungsmaßnahmen könnten die Hausbesitzer aus dem Beginner-Team sehenswerte Einsparungen erzielen.

 

Fakten zum Altbau

 

An dem ca. 1914 bis 1918 erbauten Haus fanden in den letzten 50 Jahren immer mal wieder Sanierungsarbeiten statt. So wurde es Anfang der 70er Jahre neu verklinkert und zehn Jahre später mit neuen Fenstern ausgestattet. Außerdem wurde im Jahr 2001 die Heizanlage von Öl auf einen Brennwertkessel mit Erdgas erneuert. Nichtsdestotrotz belaufen sich die Energiekosten des Hauses im Jahr auf 3.120€. Der Primärenergiebedarf des Hauses beträgt derzeit 259 kWh/m²a. Anzustreben ist ein Wert von 75 kWh/m²a. Der Altbau büßt bei der Gebäudetechnik hohe Verluste ein. Die Anlageverluste sowie die CO² Emission liegen im mittleren Bereich.  Diese Defizite nahmen die zwei Studenten zum Anlass, um Sanierungsvorschläge zu erarbeiten.

 

Effiziente Sanierungsvarianten 

 

Insgesamt wurden vier Varianten erarbeitet, mit denen das Haus Energie einsparen kann. Die erste Variante legt dabei ihren Fokus auf Dämmmaßnahmen und sieht eine Zwischensparrendämmung, 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung sowie eine Kerndämmung vor. Mit dieser Variante verbessert sich der Wert der Gebäudehülle und der Primärenergiebedarf sinkt von 259 kWh/m²a auf 184 kWh/m²a. 

 

Variante zwei sieht eine Komnbination aus der Dämmung der Gebäudehüllung sowie die Erneuerung der Anlagentechnik vor. Die erste Variante wird dabei um eine Untersparren-, Kellerinnenwand- und Bodenplattendämmung ergänzt. Als neue Anlage schlagen sie die Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung, bei der über einen kleinen Gasmotor Wärme und Strom erzeugt wird, vor.  Der Primärenergiebedarf wird von 259 kWh/m²a auf 135 kWh/m²a reduziert und auch die CO2-Emmission sinkt fast auf die Hälfte, nämlich von 58 kg/m²a auf 24 kg/m²a.

 

Die dritte Variante ergänzt die zweite Variante um den Einsatz von Solarthermie. Durch diese Maßnahme lässt sich der Primärgenerbedarf auf 88 kWh/m²a senken. Die Gebäudehülle, Anlagentechnik und Umweltwirkung liegen bei dieser Variante alle im niedrigen Bereich. Die CO2-Emmision liegt nur noch bei 14 kg/m²a.

 

Die vierte Variante ergänzt die Maßnahmen der dritten Varianten um den Einsatz von Holzpellets und bringt den Altbau auf den Stand eines Neubaus. Durch diese Maßnahmen sinkt der Primärenergiebedarf von 259 kWh/m²a auf sage und schreibe 28 kWh/m²a. Der Heizwärmebedarf ist niedrig, die Anlagenverluste sind mit 42 kWh/m²a sehr niedrig. Die CO2-Emmission beläuft sich in dieser Sanierungsvariante auf nur 7 kg/m²a.

Werte, die sich durchaus sehen lassen können. 

 

bb