Am vergangenen Mittwoch fand die Abschlussveranstaltung des Projektes „Kompliment Altes Haus! Aktion Altbau“ statt. Die Studierenden und die Hausbesitzer aus dem Beginner-Team fanden sich im Bildungszentrum HBZ der Handwerkskammer Münster zusammen, um über die erarbeiteten Sanierungskonzepte zu sprechen.

 

Zahlen und Fakten über die Altbauhäuser

 

Nach einleitenden Worten durch Thomas Oestreich von der Handwerkskammer Münster und Marcel Richter vom Kreis Warendorf, fasste der Dozent Andreas Bachor von der FH Münster die Ergebnisse der Studierenden mithilfe von anschaulichen Zahlen zusammen. So zeigte er, dass insgesamt 80 Prozent Einfamilienhäuser teil des Projektes waren und sich in ihren energetischen Gütegraden erheblich voneinander unterschieden - die Dämmwerte der Gebäudehüllen lagen zwischen 0,64 und 1.48 W/m²K. Zum Vergleich: Bei Neubauten liegt dieser Wert bei < 0,40.

Ebenso zeichneten sich die Häuser durch ihre verschiedenen Energieträger aus, was sich für die Studierenden als Vorteil erwies, um die unterschiedlichen Anlagentechniken kennenzulernen.

 

In insgesamt zehn Prozent der Häuser waren erneuerbare Energien bereits vertreten. Das Anlagenalter lag zwischen fünf und dreißig Jahren. Alle Häuser gemeinsam verbrauchten pro Jahr Energie im Wert von 40.000 Euro. Herr Bachor machte deutlich, dass durch die ambitionierten Sanierungskonzepte der Studierenden ¼ von dem Gesamtverbrauch eingespart werden und die Energiekosten auf etwa die Hälfte reduziert werden könnten. Anschließend setzten sich die einzelnen Gruppen an Tischen zusammen, um die verschiedenen Sanierungskonzepte durchzusprechen.

 

Voller Erfolg für Hausbesitzer und Studierende

 

Das erarbeitete Sanierungskonzept stellte eine Prüfungsleistung der Studierenden des Bachelor-Studiengangs „Bauen im Bestand“ dar. Bevor die Studierenden ihre Varianten den Hausbesitzern vorgestellt haben, wurden sie mündlich geprüft. Die Studierenden erarbeiteten zwei Konzepte: eine empfehlende und eine ambitionierte Variante.

 

Beide Seiten – sowohl Hausbesitzer als auch Studierende – waren zum größten Teil mit dem Projekt zufrieden. Für die Hausbesitzer gelten die Ergebnisse nun als Orientierungspunkte und Anregungen für mögliche Maßnahmen. Sie wissen nun, welche Schwachpunkte es an ihren Häusern gibt und wo durch energetische Sanierungen welche Ergebnisse erzielt werden können. Einige Hausbesitzer möchten versuchen, bis zum Winter erste Maßnahmen umzusetzen. Die Studierenden hatten dank des Projektes die Möglichkeit, an einem Live-Objekt ihr Sanierungskonzept zu entwickeln und sich im Kundenkontakt zu üben.

 

In den kommenden Blogartikeln werden einzelne Sanierungsvorschläge näher vorgestellt und die Maßnahmen detailliert beschrieben.

 

bb