Solarthermie, Photovoltaik, Pelletheizung - die Studierenden schlugen bei der Präsentation ihres Zwischenstandes für die Sanierungskonzepte der einzelnen Altbauten verschiedenste Varianten vor. So auch Rudolf Anding und Katharina Trinczek. Die zwei Studierenden entschieden sich in ihrem Energiebericht für den Einbau eines Blockheizkraftwerks. 

Was ist ein Blockheizkraftwerk?

Ein Blockheizkraftwerk ist ein etwa kühlschrankgroßes Gehäuse, das gleichzeitig zur Strom und Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Das kompakte kleine Kraftwerk funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Hierbei wird meist ein Brennstoff wie Kohle, Erdgas oder Biogas verbrannt. Auch nachwachsende Rohstoffe wie beispielsweise Holzpellets eignen sich als Kraftstoff. Eine Verbrennungskraftmaschine treibt eine Turbine an, die daraufhin Strom erzeugt. Es wird jedoch nicht nur Strom gewonnen, da bei dem Prozess auch Abwärme ensteht, die als Wärmeenergie weiterverwendet werden kann.

Ein Blockheizkraftwerk gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Für Einfamilienhäuser eignen sich sogenannte Mikrokraftwerke, da ihre elektrische Leistung zwischen ein und fünf Kilowatt und ihre thermische Leistung zwischen drei und fünfzehn Kilowatt liegt.

Was sind die Vorteile eines Blockheizkraftwerks?

Die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks verspricht besonders aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht eine Reihe von Vorteilen. Zum einen beträgt die Armotisationszeit rund zehn Jahre, danach wird ein Gewinn eingefahren, da die Strom- und Heizkosten immens reduziert werden konnten und überschüssiger Strom in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet wird. Zum anderen trägt ein Blockheizkraftwerk zur Wertsteigerung des Gebäudes bei.

Außerdem setzt ein Blockheizkraftwerk die eingesetzen Ressourcen viel effektiver in nutzbare Energie um als herkömmliche Kraftwerke. Aufgrund der kurzen Wege geht kaum Energie verloren und der Wirkungsgrad wird erhöht. Darüber hinaus liegt durch die Kraft-Wärme-Kopplung der CO2-Ausstoß rund ein Drittel niedriger als bei getrennter Strom- und Wärmeerzeugung.

Welche Nachteile gibt es?

Auch wenn sich mit einem Blockheizkraftwerk über die Zeit Geld sparen und verdienen lässt, stehen zunächst die hohen Investitionskosten im Vordergrund. Trotz staatlicher Förderung ist der Anschaffungspreis bei einem Blockheizkraftwerk wesentlich höher als bei einer konventionellen Heizung. Ebenso muss beachtet werden, dass man mit einem Blockheizkraftwerk von den jeweiligen Brennstoff-Anbietern und dem aktuellen Preis, der für den Rohstoff verlangt wird, abhängig ist.