Bei der Präsentation ihres Zwischenstandes stellten die Studierenden Marie Louise Nießen und Sebastian Rudolf unter anderem eine umweltfreundliche Variante vor, mit der sich reichlich Energie im Haushalt sparen lässt - nämlich das Heizen mit Holzpellets. Die Pelletheizung ist eine gute und kostengünstige Alternative zum Heizen mit Öl oder Gas.

 

Eine der modernsten Arten, das eigene Haus mit Biowärme zu versorgen

 

Holzheizungen liegen besonders in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit ganz weit vorne. Die verbreitetste Holzheizung ist dabei die Holzpelletheizung. Sie erzeugt durch die Verfeuerung der Pellets Wärme. Bei den Pellets handelt es sich um kleine aus Holzabfällen im Sägewerk gepresste Holzstäbchen. Sie stellen die komprimierteste Form der Holzenergie mit einem hohen Brennwert dar. Da in den Sägewerken eine riesige Menge an Holzabfällen entsteht, ist das Heizen mit Pellets eine konsequente Abfallverwertung und macht sie zu einer ressourcenschonenden sowie zu einer wirtschaftlichen und preiswerten Wärmequelle.

 

So funktioniert eine Pelletheizung

 

Von der Funktionsweise her unterscheidet sich die Pelletheizung nicht groß von der konventionellen Gas- oder Ölheizung: durch die Verbrennung eines Brennstoffes wird Energie bereitgestellt, die über einen Heizkreislauf den einzelnen Heizkörpern im Haus zur Verfügung gestellt wird.  Über eine Zuführeinrichtung werden die Pellets an die Brennkammer geliefert und dort verbrannt. Die dabei entstehende Wärme bringt bei einer Zentralheizung das Wasser für den Heizkreislauf. Der einzige Unterschied ist, dass die Holzpellets einen speziellen Raum benötigen, für den entweder im Haus oder auch im Garten Platz vorhanden sein muss.

 

Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Systeme für Pelletheizungen. Es gibt sie als Zentralsysteme, die eine hohe Leistung besitzen und ein ganzes Haus versorgen können oder als einzelnen Ofen, der eine geringere Leistung hat und dazu dienen kann, kleinere Wohnungen oder einzelne Räume zu beheizen.

 

Fördermöglichkeiten

 

Die hohen Anschaffungskosten schrecken viele Interessierte von einer Pelletheizung ab. Auch wenn es sich bei dem Heizungsaustausch um eine teure Investition handelt, kann für eine neue Pelletheizung eine relativ hohe Förderung beantragt werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) gibt beispielsweise für eine Pelletheizung mit Pufferspeicher einen Zuschuss von 3.500€. Zusätzlich lassen sich die restlichen Investitionskosten mithilfe des KfW-Programms 167 zu niedrigen Zinssätzen finanzieren. Zudem rentiert sich der Heizungsaustausch über die Jahre dank der geringen Kosten für den Pellet-Brennstoff. Aus diesem Grund lohnt sich eine Pellezheizung besonders für die Haushalte, die einen hohen Bedarf an Heizwärme haben.

 

bb