Wie der Klimawandel die Welt verändert, zeigt die Ausstellung "Klima-Wandelt" noch bis Freitag im Ratssaal der Gemeinde Everswinkel. Auf 16 anschaulich gestalteten Plakaten bietet sie aktuelle Informationen zum Klimawandel und ermöglicht den Besuchern, sich ein eigenes Bild zum Thema zu machen. Die Fotos der Ausstellung stammen überwiegend von dem isländischen Fotografen Ragnar Axelsson, der seit mehr als 25 Jahren in der Arktis unterwegs ist.

 

Die Folgen des Klimawandels

 

Die Ausstellung zeigt sich nicht nur die weltweiten Folgen des Klimawandels auf, sondern richtet ihren Fokus auch auf die Auswirkungen der globalen Erderwärmung in Nordrhein-Westfalen. Hierbei nennt sie Zahlen, die alarmierend wirken: So erhöhte sich die Durchschnittstemperatur in NRW seit 1901 um 1,4°C mit steigender Tendenz. Ebenso nehmen die Hitzewellen und Tage mit über 30°C zu. Die jährlichen Niederschlagsmengen sind bereits um etwa 13 Prozent gestiegen und die Zahl der Schneetage hat sich von 1995 bis 2008 um 21 Tage pro Jahr reduziert.

 

Diese Entwicklungen haben schwerwiegende Folgen. Viele Amphibien und Fische sind durch die steigenden Wassertemperaturen gefährdet. Die Trockenheit, Hitze und die fehlenden Frosttage beeinträchtigen auch das Wachstum von Getreide und führen zu Ernteverlusten. In dicht bebauten Städten führen die Hitzewellen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Kranken, älteren Menschen und kleinen Kindern.

 

Klimaschutz fängt zu Hause an 

 

Die beeindruckenden Fotografien, die mit Zahlen und Fakten untermauert werden, regen zum Nachdenken und Hinterfragen des eigenen ökologischen Fußabdrucks an. Die Gemeinde Everswinkel hat im Rahmen der Ausstellung zusätzliche Infobroschüren ausgelegt, die den Besuchern hilfreiche Energiespar- und Klimaschutztipps mit auf den Weg geben. Die Hinweise zeigen, dass jeder nach Umschau im eigenen Haus mit geringem Aufwand und Kosten bereits seinen Teil zum Klimaschutz beitragen kann.

 

Der Schutz des Klimas war auch für viele Hausbesitzer aus dem Beginner-Team ein Grund, sich für das Projekt "Kompliment Altes Haus! Aktion Altbau" zu bewerben. Sie erhoffen sich durch eine energetische Sanierung des eigenen Hauses den persönlichen CO2-Ausstoß zu verringern. 

 

Die Ausstellung ist noch bis Freitag im Rathaus während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

 

bb