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: „Plus an Behaglichkeit kann man nicht in Euro ausdrücken“ / Großes Interesse an Vor-Ort-Termin der Aktion Altbau

Voll unterkellert, 160 Quadratmeter Wohnfläche mit Dachschrägen in der 1. Etage – und alles nicht oder nur schlecht gedämmt: so oder ähnlich sieht ein typisches Einfamilienhaus aus den 70er Jahren aus. Dorothee Stattmann hat 2014 in so einem Gebäude in Müssingen die Weichen Richtung Sanierung gestellt. Es war nicht die große Kernsanierung, für die sie sich in Absprache mit einem Fachbetrieb entschied. Doch auch einige gezielte Einzelmaßnahmen waren sehr erfolgreich. Eine Dämmung der Decke im Obergeschoss sowie der Dachschrägen, eine Dämmung der Kellerdecke und neue Kellerfenster, ein neues Badezimmer – das waren die wichtigsten Schritte. Und sie haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Das wurde bei der ersten Sanierungsbesichtigung deutlich, zu der „Kompliment altes Haus! Aktion Altbau“ interessierte Bürgerinnen und Bürger in das sanierte Haus in Müssingen eingeladen hatte.

Gesprächsrunde im Wohnzimmer: Dorothee Stattmann erläuterte der Besuchergruppe beim Vor-Ort-Termin im Rahmen der Aktion Altbau, warum sie sich zur Sanierung entschlossen hat.

Mit einer 30 Zentimeter starken Cellulose-Schicht ist der Dachboden jetzt gedämmt. Stephan Rottmann vom ausführenden Unternehmen Röwekamp & Stumpe erläuterte Ann-Kristin Erdmann (Kreishandwerkerschaft) die erfolgreiche Dämmung.

Das Interesse an diesem ersten Vor-Ort-Termin war groß. Schnell waren die 15 Plätze ausgebucht. Die Gruppen in dem privaten Rahmen sollen nicht zu groß werden. „Wir haben ein Haus aus den 30er-Jahren gekauft, das wir sanieren möchten.“ - „Ich möchte mich informieren, welche Möglichkeiten der Sanierung es gibt.“ - „Unser Haus kommt in die Jahre – und es ist damals auch wohl nicht alles richtig gemacht worden.“ So und ähnlich schilderten Teilnehmer, warum sie gekommen waren. In gemütlicher Wohnzimmer-Runde erläuterte zunächst Marcel Richter, Klimaschutzmanager des Kreises Warendorf, die Aktion Altbau. „Wir wollen gute Beispiele zeigen, darüber ins Gespräch kommen und das Interesse an der Gebäudemodernisierung fördern“, sagte er.


„Im Winter war es früher hier im Erdgeschoss oft zu kalt – und im Sommer war es im Schlafzimmer oft so warm, dass ich manchmal kaum schlafen konnte“, schilderte Bewohnerin Dorothee Stattmann die Ausgangssituation. „Mit einer Zwischensparrendämmung des Daches und einer Spitzbodenauflage aus einer 30 Zentimeter dicken  Cellulose-Schicht sowie weiteren Maßnahmen haben wir fast Neubaustandard erreicht“, erläuterte sie im Gespräch. „Vor allem ist es viel behaglicher geworden. Dieses Plus kann man nicht in Mark und Pfennig ausdrücken“, so Dorothee Stattmann. Im Anschluss an den Umbau hat eine Thermografie bestätigt, dass die Sanierung auch aus energetischer Sicht erfolgreich war.

 

Hans Stumpe und Stephan Rottmann vom ausführenden Unternehmen Röwekamp & Stumpe schilderten in der Runde die Vorteile des Dämmstoffes Cellulose. Im Anschluss stand in zwei Gruppen ein Rundgang durch das Haus – vom Keller bis zum Dachboden – auf dem Programm.


In weiteren sanierten Häusern werden in den kommenden Monaten Vor-Ort-Termine angeboten. Wer sein Haus bereits saniert hat und seine Erfahrungen ebenfalls mit anderen Eigentümern teilen möchte, kann sich an den Klimaschutzmanager wenden. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Hausbesichtigungen in verschiedenen Orten des Kreises zu ermöglichen“, so Marcel Richter, Tel. 02581/ 53-6644, E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailkontakt@aktion-altbau.de   


Hintergrund:

Der Kreis Warendorf, die Sparkasse Münsterland Ost, RWE Deutschland AG, die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und die Handwerkskammer Münster möchten mit der Aktion Altbau gemeinsam das Thema Altbausanierung voranbringen. Neben energetischen Fragen geht es dabei auch um besseren Schutz vor Einbrüchen, Barrierefreiheit sowie um moderne Haustechnik. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.aktion-altbau.de

 

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