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: Besucher zeigen Herzenswärme – Thermografieaktion am Stand im Kreishaus gut besucht

Am eigenen Leib konnten die Besucher erfahren, wie die verschiedenen Temperaturzonen auf einem Wärmebild aussehen.

Am Aktionsstand im Kreishaus erläuterten Marie-Luise Heuwinkel und Waldemar Schutzki (Mitte) von der Verbraucherzentrale NRW den Interessenten, wie eine Thermografie funktioniert und welche Erkenntnisse sie für eine mögliche Gebäudesanierung bringen kann.

Mit Körperwärme und Schablonen haben etwa 30 Interessenten am Aktionsstand der Verbraucherzentrale NRW am Mittwoch im Warendorfer Kreishaus eindrucksvolle Bilder gestaltet. Dabei wurde eine Infrarot-Wärmebildkamera eingesetzt, die sonst für die Untersuchung von energetischen Schwachstellen bei Gebäuden genutzt wird. Kombiniert mit den Schablonen ermöglichte sie witzige, eindrucksvolle Bilder, auf denen die Körperwärme zum Beispiel ein großes, rotes Herz oder ein Haus auf der Brust zum Leuchten bringt.


Zu ernsteren Zwecken setzt die Verbraucherzentrale die Thermografie im Rahmen ihres Winterpaketes für Eigenheimbesitzer und -besitzerinnen im Kreis Warendorf ein. Das Paket besteht aus Wärmebildern des Gebäudes und einer 90-minütigen Energieberatung vor Ort. Bei Aktionen mit Wärmebildern hat die Verbraucherzentrale zum Beispiel schon alte Fenster gefunden, die zugemauert waren, von denen die Bewohner aber nichts ahnten. Oder die Experten stellten anhand der Infrarot-Bilder fest, dass Dämmmaterial im Dach ins Rutschen geraten war und deshalb seinen Zweck nicht mehr erfüllte.


„Im Rahmen unserer Sanierungskampagne Aktion Altbau möchten wir dafür werben, dass sich die Hausbesitzer im Kreis Warendorf mit der Energieeffizienz ihrer Gebäudehülle beschäftigen“, so Marcel Richter, Klimaschutzmanager des Kreises Warendorf. „Eine Thermografieaufnahme mit entsprechender Interpretation durch einen Fachmann kann Wärmeverluste verdeutlichen und Handlungsbedarf am eigenen Gebäude sichtbar machen."


Zunächst zieht ein professioneller Thermograf mit einer Wärmebildkamera los. In einer kalten Nacht macht er mehrere Außenaufnahmen des Hauses – die Bewohner können weiterschlafen. Erst wenn zum vereinbarten Termin die Energieberatung der Verbraucherzentrale ins Spiel kommt, müssen sie wach sein. Denn: „Ohne fachkundige Deutung sind die Wärmebilder kaum mehr als ein hübscher Wandschmuck“, sagt Marie-Luise Heuwinkel, die die Aktion der Verbraucherzentrale betreut. „Thermografien sind zwar eine gute und anschauliche Grundlage, aber sie können Betrachter ohne das nötige Hintergrundwissen auch zu falschen Schlüssen verleiten.“ Die Energieexperten analysieren die Bilder deshalb genau, gleichen sie mit ihrem Eindruck vor Ort ab und zeigen dann, wo kostbare Wärme verloren geht. Häufig entweicht diese über das Dach, die Fenster und die Türen. Auch dünne Wände an Heizkörpernischen und ungedämmte Außenwände sind typische Energielecks.


Sind die Schwachstellen gefunden, erläutern die Experten, was die Eigentümerinnen und Eigentümer dagegen tun können, was das ungefähr kosten wird und wie viel sich dadurch sparen lässt. Auch gesetzliche Vorgaben und finanzielle Fördermöglichkeiten kommen zur Sprache. „Alle Empfehlungen richten sich nach dem Budget und den Wünschen der Eigentümer“, betont Heuwinkel. „Es geht nicht um die größtmögliche Sanierung, sondern um sinnvolle Maßnahmen, die zur Situation passen.“


Die Aktion im Kreishaus fand im Rahmen der Aktion Altbau des Kreises Warendorf und des Projekts Energiewende der Verbraucherzentrale NRW statt. Gefördert wird  es von der EU und  dem Land NRW.  Weitere Informationen gibt es unter www.aktion-altbau.de und unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermoaktion

 

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